Sparen und Co.

Wir haben den Corona-Lockdown ziemlich gut überstanden. Jetzt können wir uns fast alle wieder unserem normalen Alltag widmen. Auch unsere Gemeindepolitiker dürfen endlich wieder daran arbeiten, um unser aller schönes Vösendorf noch schöner und lebenswerter zu gestalten.

 

Vor Weihnachten hat der heutige Bürgermeister Hannes Koza, einen Brief an alle Gemeindemitarbeiter verfasst oder verfassen lassen, in dem er um die Stimmen der Mitarbeiter kämpft. Soweit so gut und noch kein Grund zur Aufregung.

 

In diesem Brief können Sie, liebe/r Leser/in, erkennen, dass Hr. Koza Versprechungen tätigt, die er mit Juni 2020 schon nicht mehr einhalten sollte.

Wir haben den Corona-Lockdown ziemlich gut überstanden. Jetzt können wir uns fast alle wieder unserem normalen Alltag widmen. Auch unsere Gemeindepolitiker dürfen endlich wieder daran arbeiten, um unser aller schönes Vösendorf noch schöner und lebenswerter zu gestalten.

 

Vor Weihnachten hat der heutige Bürgermeister Hannes Koza, einen Brief an alle Gemeindemitarbeiter verfasst oder verfassen lassen, in dem er um die Stimmen der Mitarbeiter kämpft. Soweit so gut und noch kein Grund zur Aufregung.

 

In diesem Brief können Sie, liebe/r Leser/in, erkennen, dass Hr. Koza Versprechungen tätigt, die er mit Juni 2020 schon nicht mehr einhalten sollte.

Der Absatz,

„Es ist die Aufgabe der Gemeindeführung, Euch sowohl die nötigen Maschinen als auch das passende Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen“

ist so gut verfasst, dass man hier gar nichts falsch verstehen kann. Ein ganz klares Wahlversprechen gegenüber den Gemeindemitarbeitern.

 

Jetzt schreiben wir Herbst 2020. Im Mai, so wurde mir zugetragen, erhielten die Gemeindemitarbeiter vom Friedhof den Auftrag, ab sofort auch den Schlosspark mit zu mähen. Die Frage stellte sich nur, wie sie dies anstellen sollten, hatten sie ja gar kein geeignetes Arbeitsgerät, um dieses Vorhaben zu ermöglichen. Also hielt man die Augen offen, um einen geeigneten Rasentraktor anschaffen zu können. Als die Herrschaften vom Friedhof fündig wurden und dies der Gemeindeführung mitteilten bekamen sie den beliebten Satz „Wir müssen sparen wegen der Corona Krise“ zu hören. Bis hierhin ist es irgendwie noch nachvollziehbar. Aber halten Sie sich bitte den Brief an die Gemeindemitarbeiter vor Augen und lesen Sie nochmal den von mir zitierten Absatz durch.

 

Eine Alternativlösung wäre hier wahrscheinlich das Ausborgen eines Rasentraktors vom Wirtschaftshof, da es ja dort mehrere davon gibt. Da hat man die Rechnung aber nicht mit den Obrigkeiten der Gemeinde gemacht. Die Entscheidung fiel auf den Rasentraktor des Sportzentrums, wo es nur EINEN Rasentraktor in dieser Form gibt. Man nimmt einem Posten die einzige „nötige Maschine“ (Sie erinnern sich noch an den Absatz im Brief?) weg um einmal in der Woche den Schlosspark zu mähen. Natürlich gehört der Schlosspark genauso gemäht, aber warum nimmt man jemandem in einer Zeit wo die meiste Arbeit zum Absolvieren ist, sein einziges Arbeitsgerät für einen Tag weg? Der Schlosspark wurde bis zum genannten Zeitpunkt immer vom Team des „Bauhofs“ gemäht, mit deren Rasenmähern bzw. Rasentraktoren.

 

Sollte es nicht die Aufgabe der Gemeindeführung sein den Mitarbeitern die nötigen Maschinen zur Verfügung zu stellen? Unter „zur Verfügung stellen“ verstehe ich definitiv nicht, einer Außenstelle das einzige Arbeitsgerät wegzunehmen und dieses dann einer anderen Außenstelle zur Verfügung zu stellen.

 

Ich habe in einem Absatz weiter oben „Sparen“ erwähnt. Wenn man während der Corona Krise Geld für neue Büroeinrichtungen beim Fenster rauswirft, den Vereinen die Subventionen kürzt oder streicht, neue, hochbezahlte Mitarbeiter anstellt, ein neues Logo entwerfen lässt aber dann kein Geld in die Hand nehmen will für EINE nötige Maschine, dann würde ich gerne wissen, wo genau die Prioritäten bei der jetzigen Gemeindeführung liegen. Denn bei den Mitarbeitern liegt das Augenmerk definitiv nicht.

 

Einen weiteren Punkt zum Thema „Sparen“ will ich hier jetzt auch noch loswerden. Dazu muss ich aber etwas weiter ausholen.

Am 23.11.2019 fand im Sportzentrum Vösendorf der Spatenstich für den langersehnten Neubau von Kabinen, Kantine und Tribüne statt. Die Kosten wurden mit 2,4 Mio. Euro berechnet. Die damaligen Oppositionsparteien (ÖVP, Grüne und FPÖ), die von Anfang an gegen diesen Neubau waren, fanden es nicht einmal der Mühe wert, dieser Feier beizuwohnen. Kein einziges Mitglied der genannten Parteien war anwesend.

Aber wenn es um einen Rasentraktor für die GEMEINDEMITARBEITER geht müssen wir sparen. Wo ist hier bitte schön die Logik? Ich kann hier auf jeden Fall keine erkennen, aber vielleicht können Sie es?

 

In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie einen schönen und erholsamen Sommer.

Mit freundschaftlichen Grüßen