Die FPÖ behauptete in ihrer letzten Aussendung verschiedene Dinge zu unserem neu anzukaufenden LKW, die in diesem Artikel richtiggestellt werden.

Zum neuen LKW generell

Der LKW wird für Entrümpelungen, zum Abtransport von Grünschnitt, Sperrmüll, Bauschutt, zum Aufstellen und Abtransportieren der Verkaufshütten für das Ortsstraßenfest und den Adventmarkt sowie zum Klärschlamm-Containertausch auf der Kläranlage verwendet werden. Außerdem wird er im Winterdienst eingesetzt werden. 

Die Alternative zum LKW für den wir uns nach mehreren Besprechungen mit der Bestbieterfirma und anschließenden internen Beratungen entschieden haben, wäre ein Dreiachs-LKW gewesen. Selbst dieser LKW würde aber nicht den von der FPÖ errechneten Vorgaben beim Gewicht reichen. Dazu wäre ein Vierachs-LKW notwendig. Dieser wäre aber für den Winterdienst ungeeignet, weil er nicht in alle Gassen in Vösendorf einfahren kann. Außerdem würde unser Anhänger (siehe nachstehende Erklärung) nicht auf einen Vierachs-LKW montiert werden können.

 

Zum Thema Bauschutt

Es ist noch nie vorgekommen, dass ein gesamter Container mit Bauschutt beladen wird. Das deshalb, weil immer wieder auch sperrige Dinge am Bauhof im selben Container entsorgt werden. Heuer wurde der "Bauschuttcontainer" bis Ende Juli bereits 25 Mal abtransportiert. Noch nie wurde das von der FPÖ errechnete Gewicht auch nur annähernd erreicht. Sollte das einmal passieren, steht am Bauhof ein Tiefladeanhänger bereit, der ein höchstzulässiges Gesamtgewicht von 18 t hat. Wir hätten also die Möglichkeit, weit mehr als 20 t Ladegut zu transportieren. Dies passiert derzeit auch bei der Blumenerdeaktion, die zweimal jährlich stattfindet. Mit dem neu anzuschaffenden LKW und diesem Anhänger ist somit ein Abtransport mit zwei Mulden möglich.

 

Zum Thema Containertausch bei der Kläranlage

Der LKW kann das Gewicht der mit Klärschlamm befüllten Container tragen. Er ist nur nicht so hoch typisiert. Nachdem der Tausch der Klärschlamm-Container nur auf dem Eigengrund der Gemeinde passiert (also Privatgrund) ist das auch erlaubt. Der Abtransport passiert nämlich durch eine externe Firma.

 

Zum Thema BBG statt Ausschreibung

Wir haben auf eine Ausschreibung verzichtet und mit dem Bestbieter bei der Bundesbeschaffungs GmbH verhandelt. Das hat uns nicht nur Zeit, sondern auch Geld gespart. Eine Ausschreibung hätte nämlich mehrere Wochen gedauert und auch einen prozentuellen Betrag des Kaufpreises gekostet. Zusätzlich gibt es bei einer Ausschreibung nur zwei Jahre Garantie, bei der BBG gibt es drei Jahre.

Die jahrelange Praxis hat gezeigt, dass genau der LKW, der von unseren Experten ausgesucht wurde, der richtige ist.

 

Kleine Anekdote zum Abschluss

Die FPÖ hat sich hier von einem ihrer Mitglieder beraten lassen. Die Befähigung dieses Beraters ist mir nicht bekannt. Ich bezweifle aber, dass er wirklich Praxis im Umgang mit einem LKW hat hat.

Unsere Experten sind jedenfalls die langjährigen Mitarbeiter des Bauhofes der Marktgemeinde Vösendorf und auch alle LKW Fahrer. Sie wissen also nicht nur theoretisch was ein solches Fahrzeug innerhalb eines Jahres in Vösendorf leisten muss.

Ich bin in meinen "Zivilberuf" in einer Handelsfirma beschäftigt. Dort hat es sich einmal zugetragen, dass ein Betriebsleiter zu einem Gärtner gesagt hat: "Wollen Sie mir etwas über die Gärtnerei erklären, ich habe selbst einen Garten zuause". Die Antwort des Gärtners war damals: "Wissen Sie, ich fliege jedes Jahr mit dem Flugzeug in den Urlaub, aber ich bin deshalb noch lange kein Pilot".

Das sollte sich die FPÖ vielleicht bei ihrer nächsten Beraterauswahl überlegen.

 

GGR Gerhard Smolik